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Sprache
Annähernd 50 Jahre amerikanische Herrschaft hat dafür gesorgt, dass Englisch nicht nur Amtssprache der Philippinen ist, sondern auch von sehr vielen Einwohnern fließend gesprochen wird. Zweite Amtssprache ist Filipino, das hauptsächlich auf dem Tagalog (einem von 80 lokalen Dialekten) basiert. Tagalog beinhaltet etliche spanische Worte.
Küche
Im Vergleich zu anderen asiatischen Küchen hat die philippinische keinen herausragenden Ruf. Das Essen ist in der Regel sehr fettig und oft fritiert. Der amerikanische Einfluss hat für eine Unmenge Fastfood-Restaurants gesorgt, auch die spanische Geschichte hat ihren Einfluss auf einige Gerichte hinterlassen (z. B. in Form von Empanadas).
Philippinische Mangos gelten als die besten der Welt. Die Früchte sind das ganze Jahr über verfügbar. Die gelben Mangos werden oft als Nachspeise gereicht, während die etwas bitteren grünen Mangos eher Eingang in Hauptspeisen finden. Aus beiden Früchten wird auch köstlicher Saft hergestellt.
Lechon ist die lokale Variante des Spanferkels. Traditionell wurde das Gericht vorallem für größere Feierlichkeiten zubereitet. Heute bekommt man kleine Portionen in vielen Restaurants und Essständen. Die Haut ist knusprig, das innere Fleisch in der Regel saftig. In verschiedenen Teilen des Landes werden verschiedene Varianten zubereitet (in Cebu beispielsweise ohne jede Soße).
Der Bibingka ist ein Reiskuchen der u. a. aus Enteneiern, Käse und Carabao Milch zubereitet wird und vor allem Nachmittags serviert wird.
Eher exotisch und nicht jedermanns Sache ist Balut, ein Ei in dem schon ein fast entwickelter Vogel steckt. Die Schale gilt es vorsichtig an einer Seite abzupellen, ohne dass das Innere ausläuft. Nachdem man die Flüssigkeit ausgesaugt hat, das Ei zuende pellen und das festgekochte Eigelb mit dem Vogelembryo herausnehmen. Mit ein bisschen Salz genießen.
Weniger Überwindungskraft kostet sicherlich der Halo-Halo Nachtisch. Für dieses Nationalgericht werden verschiedene Zutaten wie Bananen-, Mango-, Kokusnussstreifen, Kokusnuss Gelee, Creme Brulee kandierte Jackfrucht und Speiseeis gemischt und mit Milch und geraspelten Eis übergossen. Bevor anfängt das ganze zu Essen sollte man das Ganze gut umrühren. Halo-Halo heisst nämlich wörtlich übersetzt soviel wie "Mix-Mix".
Geographie [Bearbeiten]
Die Philippinen bestehen aus 7.107 Inseln, von denen jedoch nur etwa 2.000 bewohnt sind. Nur 11 Inseln haben eine Fläche von mehr als 2.500 km², die größten sind Luzon, Mindanao, Samar, Negros, Mindoro, Panay und Palawan; nur 1.000 sind größer als 1 km².
Der Archipel wird in drei Inselgruppen unterteilt: Luzon mit der Insel Luzon, die Visayas, u. a. mit den Inseln Palawan, Negros, Cebu, Leyte, Samar, Masbate und Bohol und als dritte Gruppe Mindanao, u. a. bestehend aus der Insel Mindanao, Basilan und dem Sulu-Archipel mit der Insel Jolo.
Im Kern sind die Inseln die Spitzen über den Meeresspiegel aufragender submariner Gebirgsketten an der Grenze zweier Kontinentalplatten, der Philippinischen und der Eurasischen. Großräumig gesehen sind die Philippinen Teil des Pazifischen Feuerrings mit Erdbeben und Vulkanismus als häufigen Begleiterscheinungen dieser Lage an der Plattengrenze. Es gibt derzeit etwa 20 aktive Vulkane, von denen der Pinatubo und der Mayon – beide auf Luzon gelegen – in den letzten Jahren besondere Aktivität zeigten. Die höchste Erhebung der Philippinen ist der Mount Apo. Östlich der Inselgruppe verläuft der Philippinengraben, mit einer Tiefe von bis zu 10.540 m einer der größten Tiefseegräben der Erde. Als Folge von Seebeben können riesige Flutwellen, die Tsunamis, entstehen.
Fläche: 300.000 qkm.
Bevölkerungszahl: 85.712.220 (2006).
Bevölkerungsdichte: 285 pro qkm.
Hauptstadt: Manila. Einwohner: 10.546.510 (2006).
Geographie: Die Philippinen liegen vor der südostasiatischen Küste zwischen Taiwan und Borneo im Pazifik. Sie bestehen aus 7107 Inseln und Inselchen (7108 bei Ebbe), von denen 2773 benannt sind. Die beiden größten Inseln, Luzón im Norden und Mindanao im Süden, machen 65% der Landmasse aus; 60% der Bevölkerung leben hier. Zwischen Luzón und Mindanao liegt die Inselgruppe der Visayas.
Tier- und Pflanzenwelt
Auf den Philippinen gibt es über 5.000 verschiedene Tier- und unzählige Insektenarten, sowie 14.000 verschiedene Pflanzen. Darunter sind auch Wasserbüffel (Carabao), Papageien, Flughörnchen, Delfine, Krokodile, Schlangen, Koboldmaki, Manabo, Schildkröten, Echsen und andere. Angeblich ist die philippinische Tierwelt der indonesischen sehr ähnlich, da in der Vergangenheit viele malaiische Einwanderer Tiere aus Indonesien mitbrachten. Es gibt auf der philippinischen Insel Calauit, nordwestlich von Busuanga seit 1976 unter anderem auch ein privates, kommerzielles Naturreservat (offener Zoo) mit 70 Giraffen und zahlreichen anderen afrikanischen Tieren wie Zebras oder Impalas. Die Insel gehört zum Distrikt Palawan und man kann sich dort wie in Afrika auf "Safari" begeben.
Sehenswürdigkeiten
Auf Luzón befinden sich die berühmten Reisterrassen von Banaue und Batad sowie die Vulkane Pinatubo, Taal und Mayon (den viele als den schönsten Vulkan der Welt ansehen, da er sich als nahezu perfekter Kegel aus einer flachen Ebene erhebt). Bemerkenswert sind auch die vielen Strände, die die Küsten der Philippinen bieten.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören auch hier zum Weltkulturerbe, wie die Barockkirchen in Manila und Intramuros Paoay und Miagao oder das Korallenriff Tubbataha. Des Weiteren befinden sich auch sehenswerte Nationalparks in dem Land, wie der Puerto-Princesa Subterranean River National Park, in dem sich der längste unterirdische Fluss der Welt befindet, sowie der Quezon National Forest Park oder der Hundred Islands National Park und die historische Kolonialstadt Vigan. Auf Bohol gibt es auch die so genannten "chocolate hills". Man kann auch eine Tour mit dem Reisebus machen, die zu einem der 1268 Hügel führt.
Auf den Philippinen bedeutet "Maligayang Pasko" so viel wie frohe Weihnachten. Die Gruppe von mehr als 7100 Inseln vor der Küste Asiens im südchinesischen Meer feiert am 25. Dezember Weihnachten. Aber die Feiern beginnen bereits am 16. Dezember und dauern bis zum ersten Sonntag in Januar.
Am 16. Dezember um 4 Uhr morgens wecken die Kirchenglocken die Menschen auf und rufen zur Messe. Diese Messe heißt "Misa de Gallo" ("Hahn Messe"), weil die Hähne so früh am morgen krähen. Neun Tage lang gehen die Menschen in die Kirche und beten. Am Heiligen Abend nach der Mitternachtsmesse wird die "Noche Buena" (das Weihnachtsessen) serviert. Man bereitet einen wunderschönen Buffet-Tisch mit Gerichten wie Hühner- und Reissuppe, Frühlingsrolle, Fisch gefüllt mit Schinken oder Schweinefleisch, verschiedene Nudelgerichte, Früchte und diverse Arten von Desserts vor. Ein besonders beliebtes Dessert ist "bibingka". Das ist ein aus Reismehl, Milch, Käse und Gänseeier gemachter Pfannkuchen, der auf einem Bananenblatt mit Kokosnüssen serviert und mit dunklem Zucker garniert wird. Die Filipinos trinken Ingwertee dazu.
Obwohl alle Kinder vom Weihnachtsmann wissen, ist es nicht er, der die Geschenke bringt. Lolo und Lola - der Großvater und die Großmutter- schenken ihren Enkelkindern Weihnachtsgeschenke. Meistens ist das ein Spiel. Die Kinder sammeln sich in einem Kreis, man wirft Münzen in die Luft und die Kinder beeilen sich, das Geld zu fangen. Die Geschenke sind einfach und praktisch, wie zum Beispiel Kleider, die auch gleich zur Mitternachtsmesse angezogen werden. Wenn die Familie von der Messe zurückkommt, geht noch niemand schlafen. "Noche Buena" dauert bis in die Morgenstunden.
Am nächsten Tag besuchen die Kinder andere Familienmitglieder und bekommen meistens von allen Geschenke: Spiele, Geld oder Süßigkeiten. In der Weihnachtszeit werden auf den Philippinen "pastores" (kurze Theaterstücke) aufgeführt. Junge Männer und Frauen (und manchmal auch Kinder), die wunderschöne Kostüme tragen, gehen tanzend und singend von Dorf zu Dorf und spielen die "pastores", die für gewöhnlich auf der Geschichte vom Leben Jesu basieren. Andere Gruppen von Kindern, sogenannten "Cumbancheros", laufen in der Nachbarschaft umher und singen und spielen (häufig auf selbst-gemachten Musikinstrumenten) Weihnachtslieder. Die Menschen geben ihnen Münzen. Die Mehrheit der Filipinos ist römisch-katolischen Glaubens, und das Weihnachtsfest ist für sie ein sehr wichtiger Feiertag. Auf den Philippinen leben ungefähr 35 verschiedene ethnische Gruppen, die etwa 70 verschiedene Dialekte sprechen. Die Kirche ist die wichtigste Institution in der Weihnachtszeit, und alles Stattfindende ist eine Mischung aus westlicher und Filipino -Tradition.
Alles ist bunt dekoriert. Weil das Klima so warm ist, sind Blumen extrem beliebt. Echte Weihnachtsbäume sind viel zu teuer für die meistens Filipinos, so daß man sehr oft in allen Größen und Farben selbstgebastelte Bäume aufstellt. "Parol" (Sternlaternen) glitzern überall ab dem 16. Dezember. "Parol" sind aus mit strahlend-farbigem Reispapier oder Zellophan bedeckten Bambusstöcken gebastelt. Es steht normalerweise eines in jedem Fenster und stellt den Stern von Bethlehem dar. Überall hängen große Papierschlangen. Ein Höhepunkt von Weihnachten auf den Philippinen sind die riesigen bunten Laternen - genannt "capiz". Sie sind über 2,5m im Durchmesser groß, beleuchtet und werden während einer Parade, die jedes Jahr richtige Menschenmassen anzieht, getragen.
Alles in allem ist Weihnachten auf den Philippinen eines der längsten und fröhlichsten Feste der Welt.